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Einsatzmeldung:
Garagenbrand


Alarmierte Einheiten der VG Loreley:
- FF Auel
- » FF Sankt Goarshausen
- Personal Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ)


Weitere alarmiete Einheiten:
- » FF Bogel (VG Nastätten)


Bild: Feuerwehr Bogel


Die Feuerwehren Auel, Bogel (VG Nastätten) und Sankt Goarshausen wurden am 23.02.2010, kurz nach Mitternacht, durch die Leitstelle Montabaur zum Brand einer Doppelgarage in Auel alarmiert.

Ein per Handy abgesetzter Notruf wurde zunächst auf die linksrheinische Seite fehlgeleitet, weshalb es zu Verzögerungen bei der Alarmierung gemäß Alarmordnung kam.

Nichtsdestotrotz wurde die Feuerwehr Auel per Druckknopfmelder am Gerätehaus zeitnah informiert und konnte den Erstangriff vornehmen. Die Flammen schlugen zu diesem Zeitpunkt von einem Schuppen hinter der Garage über das Dach der Garage und hatten schon die Dachsparren der Garage entzündet. Die nachrückende Einheit Bogel unterstütze dann die weiteren Maßnahmen der Feuerwehr Auel unter Einsatz von vier Atemschutzgeräten.

Die ebenfalls alarmierte Einheit Sankt Goarshausen nahm die Ausleuchtung der Einsatzstelle vor und stellte einen weiteren Atemschutztrupp bereit.

Zur Nachkontrolle wurde die Wärmebildkamera aus Nastätten angefordert, die durch den Einsatzleitwagen der Verbandsgemeinde Nastätten an die Einsatzstelle gebracht wurde.

Gegen 02:00 Uhr war der Einsatz beendet.

Wie auch schon bei anderen Einsätzen funktionierte die Zusammenarbeit der Feuerwehren aus den beiden Verbandsgemeinden Nastätten und Loreley problemlos.


Leitstelle verwechselt Auel und Auen

Brand in Doppelgarage: Notruf per Handy landet statt in Montabaur in Bad Kreuznach - Feuermelder im Gerätehaus betätigt

Wer vom Handy aus die Notrufnummern 110 oder 112 wählt, kommt nicht immer an der Leitstelle raus, die ihm am nächsten liegt. Diese leidvolle Erfahrung machte die Familie Zimmermann aus der Rheinhöhengemeinde Auel im Rhein-Lahn-Kreis in der Nacht zu Dienstag.

AUEL/AUEN. Weil sie mit dem Handy einen Brand an ihrer Doppelgarage gemeldet hatte, landete Silvia Zimmermann bei der Rettungsleitstelle in Bad Kreuznach und nicht bei der zuständigen in Montabaur. Das hätte für die Familie aus Auel zum Verhängnis werden können, denn die Leitstelle verwechselte den Ortsnamen und schickte die Feuerwehr nach Auen - im Landkreis Bad Kreuznach.

Es war etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht, als die Familie bemerkte, dass aus ihrer Garage neben dem Wohnhaus Flammen schießen. Ein Schuppen dahinter stand in Flammen, und das Feuer griff auf das Dach der Doppelgarage über. Schnell wollten die Zimmermanns die Feuerwehr alarmieren. Weil im Haus mittlerweile aber der Strom und somit auch das Festnetztelefon ausgefallen war, wählte Silvia Zimmermann per Handy die 112 und rief um Hilfe.

Was sie nicht wusste: Ihr Gesprächspartner saß nicht in der für sie zuständigen Leitstelle in Montabaur, sondern in Bad Kreuznach, und der Mitarbeiter verstand auch nicht, dass es in Auel brennt, sondern in Auen. Das ist ein ähnlich kleines Dorf wie Auel - allerdings im Nahe-Landkreis Bad Kreuznach.

Dörfer klingen ähnlich

Also entsendete der Mitarbeiter die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim zum Einsatzort, denn Auen gehört zum Zuständigkeitsbereich der Bad Kreuznacher. Hans-Jörg Kappaun, technischer Leiter der Leitstelle, erklärt: "Die Ortsnamen klingen phonetisch gleich, und da es in unserem Bereich die Ortschaft Auen gibt, gab es keinen Anlass zum Zweifel. Auch die angegebene Straße ließ keine Rückschlüsse auf den falschen Ort zu."

Die Garage der Zimmermanns in Auel brannte derweil jedoch weiter. Silvia Zimmermann handelte geistesgegenwärtig, als sie unmittelbar nach ihrem abgesendeten Notruf mit dem Auto zum Gerätehaus der Aueler Einheit fuhr und dort zusätzlich den Feuermelder drückte. Daraufhin setzte der routinemäßige Ablauf ein, und binnen sechs Minuten waren die freiwilligen Wehrleute aus Auel zur Stelle, um die Flammen zu bekämpfen. Auch die Atemschutzträger aus Bogel und die Stützpunktwehr aus St. Goarshausen eilten den Zimmermanns zur Hilfe, sodass am Ende knapp 30 Wehrleute erreicht werden konnten. Natürlich merkten deren Kollegen in Auen schnell, dass es dort nicht brennt, verständigten die Leitstelle, und deren Mitarbeiter kontaktierte die aufgelöste Silvia Zimmermann, um das verhängnisvolle Missverständnis zu klären.

Abhängig vom Funkmast

Erschreckend ist an dem Fall - der glücklicherweise glimpflich verlief -, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass Silvia Zimmermann in ihrem E-Plus-Netz nicht die richtige Leitstelle erreicht hat. Die Erklärung: Die Notrufnummern 110 und 112 sind so geschaltet, dass der Hilferufende immer Empfang hat, allerdings unabhängig vom Netzbetreiber - entscheidend ist, wo der nächste Funkmast steht. Das Handysignal aus Auel wurde also vom sendestärksten Mast in der Umgebung aufgenommen. Der steht auf den Rheinhöhen im Hunsrück und leitete das Signal nach Bad Kreuznach weiter. Markus Wakulat

Quelle: Rhein-Lahn-Zeitung - Bad Ems, Lahnstein vom Mittwoch, 24. Februar 2010, Seite 11.

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