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Schlauchboot gegen Badematte getauscht


Jugendwehren treffen sich zu Wasserwettbewerb


ST. GOARSHAUSEN. Speisbüttenrennen, Ringetauchen, Staffelschwimmen mit Helm, Schlauchbootrennen, Leinenschlepp - und das alles auf Zeit zu absolvieren. Dem Nachwuchs sollte nichts geschenkt werden bei den Schwimm-Wettbewerben der Jugendfeuerwehren der Verbandsgemeinde Loreley. So hätte es wenigstens gehen sollen, aber das Unwetter machte einen kleinen Strich durch die Rechnung.

Einige der aktiven Feuerwehrmänner wurden zum Einsatz gerufen. "Flexibilität" war das Stichwort der Stunde, das Schlauchbootrennen musste ausfallen im Hallenbad der Loreleyschule, weil der Kompressor zum Aufpumpen "mit draußen" war. Statt des Schlauchbootes musste eine große Schwimmmatte herhalten. Das funktionierte fast noch besser, wie sich zeigte. Es wurde noch richtig spannend.

Wegen Punktgleichheit beim dritten Platz musste die Mannschaft aus Prath gegen Kaub ins Stechen, Ringetauchen stand an. 21 Ringe lagen dazu großflächig verteilt auf dem Beckenboden. Am Ende hatte Prath knapp die Nase vorn. Den Siegern winkten Pokale und Urkunden, niemand ging leer aus. Kestert/St. Goarshausen belegte den ersten Platz und bekam von Verbandsbürgermeister Dieter Clasen (CDU) zusätzlich den Wanderpokal. Zweiter wurde Nochern, es folgten Prath, Kaub, Weisel/Weyer und Reitzenhain.

Teamgeist wird gefördert

"Nebenbei fördert auch dieser Wettbewerb die Teamfähigkeit der Kinder und Jugendlichen", erklärten Verbandsgemeinde-Jugendfeuerwehrwart Fabian Zorn (Prath) und sein Stellvertreter Erwin Monschauer (Kestert). Das gegenseitige Vertrauen steige ebenso "und aktuell haben sie gesehen, dass die Feuerwehr immer einsatzbereit auf dem Sprung ist".

Seit Klaus Altenhofen 1998 das Amt als Jugendfeuerwehrwart der Verbandsgemeinde angenommen hat und den Wettbewerb in das Hallenbad auf der Heide holte, war dieser Bestandteil des Gesamtausbildungskonzepts für die Jugendfeuerwehr. Aber schon etliche Jahre davor, seit Ende der 70er-Jahre, gab es diese Wettkämpfe. Allerdings nicht auf Ebene der Verbandsgemeinden, sondern kreisweit, geleitet vom ersten Kreisfeuerwehrjugendwart Bernd Fechner.

Die Stadt Lahnstein hatte ihr Schwimmbad kostenlos zur Verfügung gestellt bis etwa Mitte der 90er-Jahre. Einige Feuerwehren hatten inzwischen die beliebten Wettbewerbe in "ihre" Verbandsgemeinde verlagert, andere zogen nach. Der Schwimmwettbewerb auf Kreisebene aber ist als Vergleichskampf geblieben, mit wechselnden Veranstaltungsorten, wie vor etwa zwei Wochen in Bad Ems. Wie beliebt der Wettbewerb ist, zeigt die große Teilnahme.

Im Hallenbad der Loreleyschule war die Jugend von acht örtlichen Wehren angetreten. Da es nicht immer möglich ist, jeweils komplette Mannschaften zusammen zu bekommen, werden eben gemischte Mannschaften gebildet, wie dieses Mal Kestert mit St. Goarshausen und Weisel mit Weyer. Die Helfermannschaft um Jugendwart Fabian Zorn wurde unterstützt, das ist absolute Pflicht, von Rettungsschwimmern der DLRG-Ortsgruppe Kaub-Loreley unter der Leitung von Thomas Köhler und dem Sanitätsdienst mit Ruben Brückner. Norbert Schmiedel



Quelle: Rhein-Lahn-Zeitung - Bad Ems, Lahnstein vom Mittwoch, 3. März 2010, Seite 16.